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Sonntag, 15. April 2012

'Apollo 18' oder 'Im Weltraum hört dich keiner schreien'

Ursprünglich wollte ich den Film auf der großen Leinwand im Kino sehen, da aber unser örtliches Lichtspielhaus ihn nur nach 2 Wochen aus dem Programm genommen haben (angeblich weil kaum Leute sich dafür interessiert haben) musste ich auf die Heimvideoveröffentlichung warten.
Nun konnte ich den Film endlich sehen und er hat mit positiv überrascht, aber zuerst eine kurze Zusammenfassung:
Nachdem die NASA das Apollo Programm aufgrund von zu geringen Budget abgebrochen hat, schickt man nochmal eine letzte bemannte Rakete zum Mond um dort Überwachungsatelliten, Kameras usw. aufzustellen. Während der Mission werden aber seltsame Dinge auf der Mondoberfläche gesichtet und die Crew findet ein unbekanntes abgestürztes russisches Raumschiff. Der dazugehörige Kosmonaut wird ebenfalls in einem tiefen Krater tot aufgefunden - was ist bloß passiert?
Ich habe vorab diverse Kritiken zum Film gelesen welche ihn alle in ein schlechtes Licht gerückt haben und ihn als schlechten "Paranormal Activity" Abklatsch bezeichnen. Das stimmt aber so nicht. Gewisse Elemente sind ganz klar von PA geborgt, schlussendlich hat aber schon PA selbst viel von dem "Blair Witch Project" geklaut.
Die Inszenierung des Filmes ist sehr gut, das CGI welches verwendet wurde um die Mondoberfläche nachzuahmen wirkt überzeugend und das Schauspiel der Astronauten ebenfalls. Was auffällt ist das der Film recht schnell in Fahrt kommt - etwas wo viele Found Footage Filme derzeit kranken. Es gibt keine langsame Entwicklung der "außerirdischen" Aktivität sondern bereits nach der Landung des Schiffs "größere" Ereignisse.
Wo wir schonmal bei Found Footage sind: (ACHTUNG SPOILER)
Etwas das ich auch oft gelesen habe ist die Frage wie das Material schlussendlich auf die Erde gelangt ist, wo doch die Crew den Mond nie wirklich verlassen konnte. Das wird schon in den ersten 10 Minuten des Filmes erklärt. Die Aufnahmen werden per Satellit direkt zur Erde geschickt. Das heißt es wird nichts auf Band aufgenommen und dann gefunden sondern es war (wenn man so will) ein Livestream vom Mond.

Trotzdem hat mich etwas sehr gestört: Wie man weiß existiert im Weltraum kein Schall bzw. ist alles Still. Die Astronauten unterhalten sich über Funk, deswegen können wir ihre Gespräche hören, aber man auch die "Mondwesen" genau hören während des dritten Aktes. Wieso? Das geknatter und geknackse dürfte in der Leere des Raums nicht zu hören sein, es sei denn man befindet sich innerhalb der Raumkapsel/Schiffes.

Alles in allem ein gelungener Found Footage Film und eine Abwechslung von den sonst so Erdegebundenen Filmen des Genres ;)

Sonntag, 11. März 2012

'Behind the Mask' oder 'Wie werde ich ein Serienkiller für Dummies'

Ich habe den Film "Behind the Mask" jetzt schon sehr lang in meiner Sammlung hatte aber nie wirklich Zeit mir den Film genau anzusehen, wie es auch mit allen anderen Filmen meiner Sammlung derzeit der Fall ist.
Heute habe ich mir die Zeit "genommen" und ihn mir angesehen, aber vor meiner Meinung/Kritik eine kurze Inhaltsangabe:
Behind the Mask erzählt die Geschichte von Leslie Vernon welcher in die Fußstapfen von so berühmten Massenmörder wie Michael Myers und Freddy Krueger treten will. Auf diesem Weg wird er von einem Kamerateam begleitet welches ihn dabei dokumentiert wie er seinen ersten großen Mord plant, seine Opfer auswählt und die Mythologie hinter seiner Killeridentität ausarbeitet und zusammentragt. Doch schon nach kurzer Zeit muss die Filmcrew miterleben wie sie Teil der ersten großen Mordnacht von Leslie wird und selbst um ihr Leben bangt...
Der Film ist ein Mix zwischen dem Dokumentationsstil von Filmen wie Lake Mungo und richtigen Slasher Filmen wie dem ersten Scream Film. Während vor der Mordnacht und den ersten Attacken alles im Doku-Stil gehalten wird, werden die Slasher Szenen ins typische Filmformat gewandelt was für angenehme Abwechslung sorgt.
Anzumerken wäre das in diesem Filmuniversum Freddy Krueger, Jason Vorheese und Co. wirklich existiert haben und das diese Killer nicht übersinnlichen Hintergrund haben sondern von richtigen Menschen geplant wurden. So war auch Leslies Vater einer der großen Killer, jedoch wird sein Alter-Ego nie wirklich erwähnt, was man aber weiß ist das Leslies Vater sein letztes "Opfer" geheiratet hat und sie in die ganze Sache hinter den Serienkillern eingeweiht hat.
Die Handlung so aufzubauen bringt neues Licht auf Filmreihen wie Nightmare on ElmStreet oder Freitag der 13. Was wäre wenn wirklich nur normale Menschen hinter den Morden gesteckt hätten und diese nur perfide von vorne bis hinten geplant haben?
Unglaublich ist aber eigentlich die Tatsache das man als Zuschauer beginnt mit Leslie zu sympathisieren und mitfiebert ob sein "Plan" am Ende des Filmes aufgeht.

"Behind the Mask" ist kein Found Footage Film, aber auch kein richtiger Hollywood Slasherfilm. Er ist ein Mix aus verschiedenen Genre und hat meiner Meinung einen wesentlich besseren Ruf verdient. Auch wenn man das Ende praktisch schon lange bevor es eintrifft erahnen kann, so ist allein der Aufbau des Filmes und seine Struktur ein Muss für jeden Filmfan.
Meiner Meinung nach ein Must-See für jeden Filmfan und auch eine gute Abwechslung für alle Found Footage Fans. Unbedingt ansehen!

Montag, 21. November 2011

'Long Time no See' oder 'Lange nicht mehr gesehen'

Yohoho,

lang ist's her, aber das darf es auch ;)
Das hier quasi ein Monat Flaute herrschte hoffe ich ist von den paar Lesern entschuldigt.

Ich hatte einiges zu tun, zu sehen, zu lesen, zu schreiben usw. - ihr kennt das ja, aber das hat mich nicht davon abgehalten Kritiken offline zu schreiben. Nein keines Wegs!
Diese Kritiken werden ich in den folgenden Tagen nach und nach Online stellen bzw. die ein oder andere wurde schon Online gestellt, nur nicht hier sondern direkt bei Amazon.

Rückblickend was ist im letzten Monat so alles passiert:
Halloween gab's und wie jedes Jahr habe ich es mir nicht nehmen lassen wiedermal einen Horrorfilm Marathon durchzumachen. Geplant war eigentlich alle 7 Nightmare Film mit Freddy Krueger durchzusehen, schlussendlich wurde es aber zu einem Mix aus verschiedenen Filmen verschiedener Franchises:
  • Halloween H20 - 20 Jahre später: Ein toller Slasher Film welcher auf seine Art die Michael Meyers Geschichte mit den Stil-Elementen der Scream Saga vermischt.
  • Halloween Resurrection: Absoluter Mist, wobei die Grundidee, mit Webcam bewaffnet durch das Meyers Haus, nicht schlecht war.
  • Freddy VS Jason: Ich liebe diesen Film! Mag sein das er absoluter Nonsense ist, aber er hat so viele kleiner Anekdoten für Horrorfans versteckt in sich das es einfach Spaß macht ihn anzusehen und sich seinen Teil dabei zu denken :)
  • Freitag der 14 - Teil 6: Jason lebt!: Bester Film der Reihe meiner Meinung nach. Dadurch das man Jason zum übermenschlich starken Zombie macht hat man frischen Wind in das Halloween-Rip-Off Franchise gebracht, schade das man mit Teil 7 wieder so abgebaut hat...
  • Trick R' Treat: Großartiger Horror Film welcher leider nur Direkt auf DVD erschienen ist. Anthologie Film mit einem großartigen Finale und einem großartigen Anti-Helden :)
Das war der etwas kurze Marathon dieses Jahr, eben weil mir die Zeit fehlte wirklich 7 Filme (oder wie vor einigen Jahren 10 Filme! :O) zu sehen.

Dann begann der November, mit viel Arbeit und das obwohl ich es eigentlich nicht soweit kommen lassen wollte, aber was sein muss muss sein.

Und dann noch der Fund eines neuen deutschen Found Footage Filmes: Ghost Files.
Bisher gibt es nur einen kurzen Trailer (siehe unten), aber das was man darin sieht wirkt schon wesentlich besser als Dark Area und zusammen. Bin sehr gespannt, nur leider gibt es bisher kein Datum und keine Informationen in welcher Art und Weise der Film erscheinen wird...
Außerdem gab es die ein oder andere Entwicklung beim deutschen Anime Markt, aber darauf gehe ich demnächst in einem eigenen Eintrag ein. Bis dahin lasse ich euch mit dem Teaser Trailer zu Ghost Files (bin ja so gespannt) von dannen ziehen.
Bis bald :)

Sonntag, 16. Oktober 2011

'Lake Mungo' oder 'Pseudo Doku ohne Geist oder doch mit Geist?'

Dieses Mal konnte ich noch eine DVD der 2008er Pseudo Doku Lake Mungo sehen. Um ehrlich zu sein zählt der Film wenn man es genau nimmt nichtmal zum Found Footage Genre sondern eher zum Zwillingsbruder Mockumentary. Eine Mockumentary, zusammen gelegt aus den englischen Wörter "to mock" (zum Narren halten bzw. als Nomen auch Pseudo) und "documentary" (also Dokumentation) ist ein Dokumentarfilm der allerdings nicht auf wahren Begebenheiten basiert sondern wie ein Hollywoodfilm erfunden ist. Andere Vertreter wäre Noroi - The Curse oder The Last Broadcast.

Worum gehts:
"2008 verstarb die junge Alice Palmer, sie ertrank im Mungo See bzw. Lake Mungo während eines Ausfluges mit ihrer Familie. Nach der Beisetzung scheint es so als ob unheimliche Dinge die Plamers heimsuchen und wie man auf Videaufzeichungen sehen kann handelt es sich um Alices Geist, oder doch nicht?"

Der Film hat einen eigenartigen Erzählstil der kaum noch verwendet wird. Es werden zwar Ereignisse chronologisch aufgezählt, jedoch werden Beziehungen während des Filmes immer wieder komplett verdreht dargestellt als ob sie sich während den Aufnahmen immer wieder ändern würde. Hört sich jetzt seltsam an, aber es ist auch so im Film.
Wie man schon in der Überschrift dieses Eintrags lesen kann gibt es Geister oder auch nicht in diesem Film. Das kommt daher das von Anfang an dem Zuschauer klar gemacht wird das durch Geisterfotografie bzw. durch Hobbyfotografie des Sohnes der Palmers gespenstische Fotos von Alice gemacht wurden nach ihrem Tod. Wie sich im Verlauf der Doku herausstellt steckt aber der Sohn dahinter, der die Fotos ganz einfach gefälscht hat. Aber im letzten Drittel tauchen dann aber wieder andere Aufnahmen, ebenfalls vom Sohn, auf die belegen das es doch einen Geist gegeben haben muss usw. So dreht sich in der Dokumentation alles im Kreis bis der Zuschauer nicht mehr genau weiß was er jetzt glauben soll.

Ich möchte nicht sagen das der Film schlecht ist, denn das ist er ganz sicher nicht. Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut und spielen so als würde man es ihnen abkaufen das es sich um eine echte Dokumentation handelt. Jedoch krankt der Film an seiner Erzählstruktur und an diversen Fehlern was die Kontinuität innerhalb dieses Filmuniversum angeht.

Alles in allem ein sehr netter Streifen, der aber nur etwas für Fans von Dokumentationen und selbstredend Found Footage Filmen und Serien ist.



Für 2011 ist bzw. war ein amerikanisches Remake des Filmes geplant. Was aber daraus geworden ist scheint keiner zu wissen!

Sonntag, 11. September 2011

'Freitag, der 13. - Teil 2?' oder 'Blair Witch goes to Crystal Lake'

Um es kurz zu halten die Fortsetzung zum 2009er Remake des klassischen Slasher Horror Filmes Freitag der 13. soll wohl ein Found Footage Film ala Blair Witch Project und Paranormal Activity werden.
War etwas überrascht als ich diese Meldung bei der US Horror-Film Webseite "Bloody-Disgusting" gelesen hab. Natürlich nicht negativ, sondern positiv. Ich bin ein großer Fan der Freitag der 13. Filmreihe, alle 10 klassischen Filme und das Remake von 2009 darf ich mein eigen nennen, was als Österreicher ja recht einfach ist, da die Vertriebe hierzulande auf die deutsche FSK sch*** ^^.
Nun das Remake war O.K. und es war klar das eine Fortsetzung kommen wird, nur das diese jetzt ein Found Footage Film werden soll stimmt mich der Sache recht positiv gegenüber. Dadurch bringt man wieder etwas frischen Wind in das schon etwas angestaubte Jason Franchise und wenn ich es sagen darf eine tolle Idee.
Gibt es eine andere Horror-Ikone bei der man eine "Fake-Doku" machen könnte?
Ich stelle mir das recht spannend im Stil von Blair Witch vor das eine Gruppe von Teenagern mit Kameras bewaffnet in die Wälder um Crystal Lake gehen um den Blood Camp Killer auf Video zu bannen. Dabei geraten sie aber in sein Auge und werden einer nach dem anderen gekillt. Da Jason ja einer der stillen Killer ist dürfte es massig mysteriöse Auftritte von ihm geben.
Leider wird diese Idee wohl scheitern.
Grund: Paramount, New Line und Sean S. Cunningham, der Erfinder des Jason Charakters und Begründer des Franchises, müssen der Idee zustimmen sodass Platinum Dunes mit der Produktion beginnen kann.
Wobei durch den derzeitigen Erfolg der Paranormal Activity Filme Paramount womöglich sein OK geben könnte...
Naja mal sehen!
Die Idee finde ich super und hoffe das das auch die Offiziellen tun ;)

Bloody-Disgusting News-Eintrag

Mittwoch, 31. August 2011

'Grave Encounters' oder 'Ghost Adventures mal anders'

Grave Encounters ist der wohl aktuellste Found Footage Film. Er hatte seine Online Premiere letzte Woche, welche auch ich mir nicht entgehen lassen wollte (wenn man schon mal die Chance dazu hat!).
Worum gehts:
2003 sind Lance Preston und seine Crew gerade dabei die neueste Eisode der Reality Show "Grave Encounters" zu filmen. Dazu haben sie sich in einer verlassenen Irrenanstalt einsperren lassen, im Original auch als Lock Down bekannt, um mit Kameras und Tonbändern nach den angeblichen Geistern des Gebäudes zu suchen. Natürlich geht alles schief denn schon nach kurzer Zeit müssen die Geistersucher feststellen das sie das Gebäude nicht mehr wie geplant verlassen können und einer nach dem anderen auf mysteriöse Art und Weise verschwindet.
Ich hatte mich auf diesen Film sehr gefreut da ich auch ein großer Fan der Serie "Ghost Adventures" bin und sehen wollte wie man das ganze ins extreme umwandeln könnte. GE hat es teilweise geschafft.
Vor dem eigentlichen Beginn des Filmes wird man darauf hingewiesen das das Material Roh und nur aus Zeitgründen zusammen geschnitten wurde, der Produzent der Serie meinte das alles was man jetzt sehen würde echt ist und nicht verändert wurde. Leider gibt es während des Filmes eine ganz spezielle Szene welche nur so vor CGI Effekten strotz wodurch das ganze an Authentizität verliert, ich sage nur Hände. Weiters schreitet die Handlung zu langsam fort und etliche Szenen ziehen sich unnötig in die Länge, wobei vorallem das Ende wieder zu schnell "geschnitten" wurde. Die angesprochenen Szenen sind leider die in welchen der Zuschauer mit den Filmfiguren fühlen soll, bzw. sich für sie interessieren soll, aber diese "Gefühle" kommen nicht auf, zumindest bei mir, sodass ich immer wieder während des Filmes nur gedacht habe "Wann kommen endlich die Gespenster und killen die Typen!" und genau das sollte ein Film vermeiden. Man sollte sich ja um die Figuren sorgen, aber Mitgefühl kommt nicht auf...
Nun ich habe oben ja von "teilweise" geschrieben, deswegen hier die andere Seite der Münze:
Serien wie Ghost Adventures oder Ghost Hunters stehen stehts unter der Kritik das das Material gefälscht ist und genau das nimmt Grave Encounters vorallem in der ersten Hälfte aufs Korn. Das "Medium" der Gruppe z.b. verhält sich bei den Aufnahmen die später in der Sendung gezeigt werden sollen wie ein echtes Medium, doch sobald er das Cut hört fällt er total aus der Rolle und wird von Lance noch davon gelobt wie toll er seinen Text auswendig gelernt hat usw.
Mit diesen Szenen versucht der Film uns in die Handlung reinzuziehen da er uns vorgaukelt das die Protagonisten normale Menschen mit einem besonderen Hobby sind, etwas das Blair Witch sehr gut gemacht hat, diese Atmosphäre wird aber, wie schon geschrieben, dadurch zerstört das diese Szenen zu sehr in die länge gezogen werden und auch nur bis zur ersten Hälfte des Filmes vorkommen, dannach scheint es als ob das Team nicht wüsste was sie hier überhaupt tun.

Eigentlich Schade da der Film definitiv großes Potenzial hat(te) aber jetzt wohl langsam in Vergessenheit geraten wird da er zu sehr und zu viel von Blair Witch, Paranormal Activity und Cloverfield borgt.

Naja wenigstens der Trailer zum Film ist wirklich gelungen, das Problem ist aber wie so oft: "Das beste des Filmes zeigt schon der Trailer"!

Für Fans von Ghost Adventures, Ghost Hunters und Co. definitiv zu empfehlen.

Offizielle Webseite zum Film
IMDB Eintrag

'Found Footage' oder 'Wackelige Kamerafilme'

Das Found Footage Genre, wenn man es so nennen darf, ist mittlerweile eines meiner Lieblingsgenre.
Ich steh damit zwar ziemlich alleine da, aber was solls - solange ich niemanden zum Diskutieren finde, werden eben meine Eindrücke hier gepostet ;).

Ihr wundert euch natürlich sicher wieso mir dieses Genre so gefällt, nicht wahr?
Es hat vor Jahren mit der deutschen Free-TV Ausstrahlung von "The Blair Witch Project" angefangen. Auf ProSieben wurde massig Werbung für den Film gemacht und auch für die darauffolgende TV Total Folge in der Elton den Film parodieren sollte.
Ich fand die Atmosphäre die der Film aufbaute unglaublich. Man wurde regelrecht in den Film hineingezogen und machte sich Gedanken darüber was wohl den 3 Hobby-Doku Drehern als nächstes passieren würde. Vorallem hat es mir die Szene angetan als die 3 Nachts in ihrem Zelt aufwachen und Finger ihr ganzes Zelt ab...fingern, woraufhin sie wie von einer Hornisse gestochen davon laufen. KLASSISCH!
Mir hat der Film sogar so sehr gefallen das ich meine VHS Aufzeichung über eine Woche hinweg mehrfach angeschaut hatte. Umso mehr war ich darüber überrascht das meine damaligen Schulfreunde den Film absolut langweilig fanden, weil weder Blut noch die Hexe zu sehen war.

Geschmäcker sind leider verschieden...
Überrascht war ich dann aber einige Zeit später als ein Freund meinte es gäbe einen zweiten Teil der viel besser wäre als der Erste. Ich freute mich und habe versucht "Blair Witch 2" so schnell wie möglich zu sehen. Premiere sei dank, das konnte ich kurz darauf auch!
Aber nun wurde ich enttäuscht. Weg war die wackelige Kamera, die POV Shots und die Atmosphäte - alles was den ersten Teil so gut gemacht hatte...
Dafür hat Dimension wiedermal einen ollen Teenie Horrorfilm produziert, der an Blut und verstörenden Bildern nicht zurückhält.

Ich dachte schon es gäbe keine weiteren FF Filme mehr. Umso überraschter war ich dann vor einpaar Jahren als "Paranormal Activity" seinen Weg in die deutschen Lichtspielhäuser gefunden hatte, aber das ist eine andere Geschichte.
Nach PA begann ich mich mehr mit dem Genre zu beschäftigen und fand eben, wie schon gesagt, heraus das es massig FF Filme gibt und ein Großteil ist sogar sehr gut!
Leider gibt es aber im World Wide Web keine genauen Listen zu dem Genre, vorallem da es ja recht jung ist und die Filme meist Low(est) Budget sind. Außerdem rümpfen nicht nur deutsche, sondern auch amerikanische Horror-Fans oft die Nase, da die Filme kein Gemetzel oder Blutfontänen ala "Saw" oder "Hostel" bieten.
Eigentlich Schade das Atmosphäre heutzutage von den sogenannten Fans nicht mehr als das wichtigste angesehen werden und das Filme nur noch an der Menge der Blut-, CGI- und Explosionsmengen gemessen werden...

Ich habe oben eine Seite eingerichtet auf der ich Informationen zu Found Footage Filmen zusammen tragen möchte. Man glaube es kaum, aber es gibt eine Menge davon, sogar 2 deutsche Filme, die zwar alles andere als gut sind, aber sie haben gewissen Unterhaltungsfaktor.